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Labordiagnostik

  • PCR Parodontologie
    Gentechnischer Nachweis von Parodontitiserregern bei Zahnbetterkrankungen (Parodontitis) mit Hilfe der Polymerasekettenreaktion (Englisch: polymerase chain reaction – PCR)
    Um einen dauerhaften Behandlungserfolg zu erzielen, muss der jeweilige Erreger zunächst erkannt werden. Mit Hilfe des PCR-Verfahrens (1983 von K. B. Mullis u. a. entwickelt) werden DNA-Moleküle vervielfältigt. Dazu wird der DNA-Strang getrennt.
    Mit Hilfe der PCR können auch geringe Vorkommen von Erregern (Bakterien) nachgewiesen werden. Dies ermöglicht es Antibiotika gezielt einzusetzen oder die lokale Desinfektion der Mundhöhle individuell mit dem Einsatz des KEY Lasers in der anschließenden Behandlung zu kombinieren.

  • Interleukin (IL-1) Gentest
    IL-1 ist ein stark wirksames Zytokin, das als Signalstoff die pro- und antientzündlichen Effekte in der Zielzelle vermittelt. Der Test erlaubt eine präzise prognostische Aussage zur Entzündungsbereitschaft des Patienten auf Umwelteinflüsse. Er bleibt lebenslang gültig, ähnlich der Blutgruppenbestimmung. Auf Grundlage des Testergebnisses kann eine Aussage zum Entzündungsverlauf und nach Behandlung ein individuelles Risikoprofil erstellt werden. Das Ergebnis erlaubt dem Behandler eine auf den Patienten abgestimmte Therapie zu planen, die den Verlust der Zähne oder Implantate effizient vorbeugt.

  • Lymphozythentransformationtest (LTT)
    Der LTT Test ermöglicht den Nachweis von Typ IV Allergien in vitro, also auch eine Sensibilisierung auf Zahnersatzmaterialien. Er ist eine Alternative zum Epicutantest in vivo, der am Patienten mit Kontaktallergenen durchgeführt wird.
    Der LTT Test ermöglich eine genauere Bestimmung des Allergens, ohne den Patienten zusätzlich zu gefährden.
    So kann der Verlust von aufwendigen prothetischen Versorgungen vermieden und die Sensibilisierungen auf bestehenden Zahnersatz erkannt werden. Es wird nur die Sensibilisierung nachgewiesen, nicht die Allergie, so dass die klinische Anamnese und Befundung erst eine Verdachtsdiagnose ermöglichen. Immunreaktionen können sich auch systemisch darstellen und sind nicht immer an lokalen Symptomen durch Entzündungszeichen zu erkennen. Damit kommt dem Zahnarzt eine Lotsenfunktion zu, die eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen ärztlichen Fachrichtungen erfordert.